Geografische Lage

Das Dorf Leibstadt - zwischen Wandfluh und Rhein gelegen - gehört zum Bezirk Zurzach. Es ist von den vier Gemeinden Full-Reuenthal (nordöstlich), Leuggern (östlich), Mettauertal (südwestlich) und Schwaderloch (westlich) umgeben. Auf der nördlichen Seite des Rheins liegt die deutsche Nachbarsgemeinde Dogern.

Wirtschaft

Zurzeit bestehen innerhalb der Gemeinde knapp 1'000 Arbeitsplätze. Diese Zahl ist im Vergleich mit anderen Gemeinden sehr hoch. Dazu tragen namentlich das Kernkraftwerk Leibstadt, das Holzwerkstoffzentrum, die Knecht Mühle sowie zahlreiche Gewerbebetriebe bei. Aufgrund der letzten Volkszählung verzeichnete Leibstadt 490 Zu- und 400 Wegpendler.

Im Frühjahr 1984, nach einer 11-jährigen Bauphase, wurde das Kernkraftwerk Leibstadt in Betrieb genommen. Dies zwang die Gemeinde zu einem strukturellen Umbruch. Der stromproduzierende Betrieb brachte willkommene und sichere Arbeitsplätze. Die Kernkraftwerk Leibstadt AG ist mit über 500 Angestellten innerhalb der Gemeinde der grösste Arbeitgeber. Durch den örtlichen Steuersitz wirkt sich das Werk für die Gemeinde auch finanziell positiv aus.

Der Bestand von Landwirtschaftsbetrieben ist in den letzten Jahren stark geschrumpft. Die Landaufkäufe für das Kernkraftwerk haben zu Betriebsarrondierungen geführt, und dadurch sind kleinbäuerliche Betriebe eingegangen. Man zählt heute noch knapp 20 Voll- und Nebenerwerbsbetriebe, die der Scholle treu geblieben sind.

Politik und Kultur

Was wir in unserer Gemeinde nicht haben sind politische Parteien. Trotzdem pulsiert ein reges, politisches Leben, das sich aber in erster Linie auf die Einzelinteressen ausrichtet, ungeachtet der Farbe, zu welcher man sich mehr oder weniger bekennt. Deshalb achtet man bei Kommunalwahlen beispielsweise mehr auf den Berufsstand, damit die Interessen innerhalb der Gemeinde nicht einseitig gewahrt werden.

56% unserer Einwohnerinnen und Einwohner sind römisch-katholisch, 15% reformiert und 29% gehören anderen Konfessionen an oder sind konfessionslos.

Öffentlicher Verkehr

Die Postauto-Haltestelle befindet sich am Schmiedenweg (Verbindungsweg zwischen VOLG und Rheintalstrasse, Google-Karte). Es verkehren die Kurse:

  • Leibstadt - Schwaderloch - Laufenburg
  • Leibstadt - Leuggern - Kleindöttingen - Döttingen
  • Leibstadt - Full-Reuenthal - Koblenz

Der Bahnhof Leibstadt ist nur noch für den Güterverkehr geöffnet.

Leibstadt in Zahlen

Fläche des Gemeindegebietes

639 ha, davon 215 ha Waldfläche

Höhen

Station SBB: 313 m ü.M.
Kirche: 340 m ü.M. (Koordinaten: 655'450 X / 271'250 Y)
Bossenhaus: 519 m ü.M.

Bevölkerungszahl per 31.12.2017

1‘264 Einwohner

Haushaltungen per 31.12.2017

569

Aktueller Steuerfuss

102 %

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1. Wie herrlich liegt mein Heimatort am schönen grünen Rhein. Da bleib ich gern und zieh' nicht fort, wo könnt es schöner sein? Der Rhein schon müd von langer Reis, verlangsamt hier den Lauf. Und wie ein welterfahrner Greis schaut er zur Höh' hinauf und wie ein welterfahrener Greis schaut er zur Höh' hinauf.

2. Vom Hügel grüsst ein Heiligtum, drei Linden deckens zu. Ringsum ist alles still und stumm und heilge Grabesruh. Und unter Mauern moosbedeckt träumt längst vergangene Pracht, sie wird noch einmal neu geweckt, wenn froh die Sonne lacht, sie wird noch einmal neu geweckt, wenn froh die Sonne lacht.

3. Auf weitem Feld zur Sommerszeit, erstrahlt in goldnem Glanz ein Ährenmeer so weit und breit, der Heimat Ehrenkranz. Da schaffen wir stets frohgemut und beten fromm und rein, auf dass in Gottes Schutze ruht, mein Leibstadt an dem Rhein, auf dass in Gottes Schutze ruht, mein Leibstadt an dem Rhein.

Melodie: «Wie herrlich strahlt ein Edelstein» von P. Jos. Staub. Text: Jos. Suter, Pfarrer in Leibstadt von 1926-1942